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Frauen & Mental Health

Zurück in den Beruf nach der Elternzeit: Zwischen alter Rolle und neuer Realität

Der erste Arbeitstag nach der Elternzeit kann sich gleichzeitig vertraut und vollkommen fremd anfühlen. Der Laptop ist derselbe. Vielleicht auch das Büro und viele Kolleginnen und Kollegen. Aber das eigene Leben hat…

Der erste Arbeitstag nach der Elternzeit kann sich gleichzeitig vertraut und vollkommen fremd anfühlen.

Der Laptop ist derselbe. Vielleicht auch das Büro und viele Kolleginnen und Kollegen.

Aber das eigene Leben hat sich verändert.

„Ich wollte doch wieder arbeiten“

Viele Frauen freuen sich auf den beruflichen Wiedereinstieg.

Auf Gespräche mit Erwachsenen. Fachliche Herausforderungen. Eigenständigkeit. Einkommen. Einen Teil ihrer früheren Identität.

Und trotzdem kann der Abschied vom Kind schwerfallen.

Auch hier können zwei Gefühle gleichzeitig existieren:

Ich möchte arbeiten.

Und es fällt mir schwer, mein Kind abzugeben.

Das eine macht das andere nicht weniger wahr.

Zurückkehren heißt nicht unbedingt zurück zu vorher

Ein systematisches Review von 52 Studien zum beruflichen Wiedereinstieg nach Mutterschaft beschreibt unter anderem Herausforderungen rund um Work-Life-Balance, psychische und körperliche Gesundheit, Arbeitserleben und Stillen. Unterstützung durch Arbeitsplatz, Vorgesetzte und Familie spielt dabei eine wichtige Rolle.

Viele Frauen stellen außerdem fest, dass sich ihre Prioritäten verändert haben.

Vielleicht ist Karriere weiterhin wichtig, aber nicht mehr um jeden Preis.

Oder umgekehrt: Die Freude an der Arbeit ist größer als erwartet und löst wiederum Schuldgefühle aus.

Schuldgefühle sind nicht immer ein guter Kompass

Bin ich zu viel weg?

Arbeite ich zu wenig?

Verpasse ich etwas?

Bin ich beruflich noch ambitioniert genug?

Mütter können sich gleichzeitig mit widersprüchlichen gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert sehen: präsent und verfügbar für das Kind zu sein und beruflich möglichst unverändert weiterzufunktionieren.

Diese Anforderungen lassen sich nicht immer gleichzeitig erfüllen.

Vereinbarkeit ist nicht nur eine Frage guter Organisation

Flexible Arbeitszeiten, Betreuung, Arbeitskultur, Unterstützung durch Partner oder Familie und finanzielle Möglichkeiten beeinflussen wesentlich, welche Optionen überhaupt realistisch sind.

Deshalb sollte Vereinbarkeit nicht ausschließlich als persönliche Fähigkeit behandelt werden.

Man kann hervorragend organisiert sein und trotzdem in Rahmenbedingungen leben, die kaum Spielraum lassen.

Wie soll Arbeit jetzt in mein Leben passen?

Vielleicht ist die wichtigste Frage beim Wiedereinstieg deshalb nicht:

Wie werde ich wieder genauso leistungsfähig wie vorher?

Sondern:

Welche Rolle soll Arbeit in meinem jetzigen Leben spielen?

Die Antwort darauf darf anders aussehen als vor der Geburt.

Psychologische Begleitung kann helfen, Schuldgefühle und Erwartungen zu sortieren, Prioritäten zu klären und eine Form von Arbeit zu entwickeln, die sowohl berufliche Bedürfnisse als auch die neue Lebensrealität berücksichtigt.

Es geht nicht unbedingt darum, zur alten Version von sich zurückzukehren.

Vielleicht geht es darum, herauszufinden, wie die berufliche Version von einem selbst heute aussehen soll.

In einem kostenlosen 15-minütigen Kennenlerngespräch können Sie mir kurz von Ihrer Situation erzählen und wir schauen gemeinsam, ob und wie ich Sie unterstützen kann.

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